ESSMANN steckt drei Millionen in die Zentrale
Pressetext: LZ 8.09.2009 von Till Schröder
Rechenzentrum soll Ende Oktober in Betrieb gehen – Schnellere Kommunikation mit Töchtern
Richtfest für neues Rechenzentrum: ESSMANN-Geschäftsführer Michael Kowalski, Prokurist Bernd Steinmetzler, Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf, Wirtschaftsförderer Hans Hofste und Bauleiter Robert Wiehofsky (von links).Foto: SCHRÖDER
In die Computerkommunikation investiert das Unternehmen ESSMANN viel Geld. Am zentralen Standort soll bereits Ende Oktober das neue Rechenzentrum seine Arbeit aufnehmen.
Bad Salzuflen. Mit einer Investition von drei Millionen Euro unterstreicht das Bad Salzufler Unternehmen ESSMANN seine internationale Strategie und bekennt sich gleichzeitig zum Standort Bad Salzuflen. Ende Oktober soll hier ein neues Rechenzentrum in Betrieb gehen – als gemeinsame IT-Plattform für alle Bereiche der Firmengruppe. Gestern hat ESSMANN das Richtfest gefeiert.
“Die Unternehmensgruppe wächst zusammen”, fasste Geschäftsführer Michael Kowalski den Schritt mit Blick auf die Niederlassungen und Tochterfirmen zusammen. Ein Teil der Investition fließt in den Bau; der Löwenanteil jedoch ist für neue Hard- und Software im Rechenzentrum vorgesehen. “Schnellere Abläufe” verspricht sich Michael Kowalski davon, nachdem bisher jedes Unternehmen der Gruppe auf einem eigenen Rechenzentrum gearbeitet hat. Kunden sollen künftig schneller Informationen oder Angebote erhalten.
Der Spatenstich zur Erweiterung auf dem ESSMANN-Areal erfolgte erst vor acht Wochen. “Das neue Rechenzentrum beweist: Bad Salzuflen ist unser zentraler Standort”, betont Kowalski, wenngleich zwecks Verkürzung von Transportwegen auch im Ausland produziert werden müsse. “In den kommenden zwei Jahren” plant ESSMANN ein weiteres Bauprojekt: einen Mitarbeiterparkplatz zwischen Bielefelder Straße und B 239. “Wir brauchen den Parkplatz”, ist sich Michael Kowalski sicher. Entlaste dieser doch auch die Abfertigung der Lastwagen von der Oerlinghauser Straße aus.
Im Jahr 2008, als die ESSMANN GROUP 173 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete, war es mit Stellplätzen eng – zeitweise wichen Kollegen auf den Parkplatz am Brüggenhaus aus: ein Ausdruck der guten Zusammenarbeit mit der städtischen Wirtschaftsförderung, unterstrich der Geschäftsführer zur Freude von Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf.
Nachdem 2008 der Umsatz um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen war, soll er in diesem Jahr wieder auf dem 2007er-Niveau liegen. “Um besser aus der Krise herauszukommen, muss man auch etwas tun”, betonte Michael Kowalski mit Blick auf die wirtschaftliche Lage. Die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe werde durch das Rechenzentrum, an das alle übrigen Standorte von Lemgo (STG-BEIKIRCH) über Detmold (MSG) bis Frankreich und Spanien angebunden werden, einfacher und schneller. Schlussendlich würde dies alle Unternehmensbereiche betreffen, unterstrich Marketingdirektor Heino Schello.”Salzuflen ist unser zentraler Standort”
Geschäftsführer Michael Kowalski